Abschlussbericht: Hospitation zum Thema "Projekteinblicke" an der Grundschule Kuddewörde, 22. März 2018

Am 22. März 2018 öffnete die Grundschule Kuddewörde im Rahmen einer Hospitation zum Thema "Projekteinblicke" ihre Türen. 28 Teilnehmer/-innen folgten der Einladung. Die Grundschule Kuddewörde ist seit 2007 Offene Ganztagsschule und ein erfolgreiches Modell für ländlich gelegene Ganztagsschulen. 176 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule.

Die Schulleiterin Frau Hinsch, der Moderator Herr Brammer und Herr Miethke von der Serviceagentur "Ganztägig lernen" Schleswig-Holstein eröffneten gemeinsam die Veranstaltung und hießen alle Teilnehmer/-innen herzlichen willkommen. 

In einer ersten Workshop-Phase hatten die Teilnehmer/-innen die Möglichkeit, mit Kolleginnen und Kollegen der Schule über identifizierte Erfolgsfaktoren eines guten Gelingens von Ganztagsschule zu sprechen.  

 

In einer zweiten Phase ging es in die Praxis, wobei drei Themen vorgestellt wurden. Frau Siedentopf, Regionalmanagerin des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia, stellte das praxisorientierte Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ vor. Ziel des Projektes ist es, die Wertschätzung von Lebensmitteln bei Kindern und Jugendlichen zu steigern. Das Konzept wirkt gegen den Wissens- und Kompetenzverlust im Bereich Lebensmittelproduktion, die Entfremdung von der Natur, ungesunde Ernährungsgewohnheiten sowie Lebensmittelverschwendung. Hierfür wird ein eigener Schulgarten bzw. "Acker" angelegt und bepflanzt. 

 

Bei der Schulführung konnte der Acker, der sich in einem Innenhof der Schule befindet, besichtigt werden. Er ist in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte wird von der 2. Klasse einmal wöchentlich beackert, der andere Teil von Schülerinnen und Schülern einer AG im Rahmen eines Ganztagsangebotes am Nachmittag. Die Leiterin der AG und die Lehrerin der 2. Klasse arbeiten eng zusammen und besprechen regelmäßig gemeinsam die anliegenden Aufgaben. Der Acker befindet sich zurzeit noch in der Ruhephase und ist mit Mulch bedeckt, aber bald schon wird die Bepflanzung stattfinden. Hierfür wird die Schule auf eigenen Wunsch hin auch von einem Team des Vereins Ackerdemia unterstützt.
In einem zweiten Praxis-Workshop wurde der "Junior-Club" als eine Form der Verzahnung zwischen Vor- und Nachmittag für alle Erstklässler/-innen vorgestellt. Dieser bietet einen sanften/behüteten Übergang für die ABC-Schützen. So werden sie zum Beispiel von pädagogischen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen vom Unterricht abgeholt und zu den Räumlichkeiten des Nachmittags gebracht. 

Der dritte Praxis-Workshop zeigte auf, auf welche Weise die älteren Schülerinnen und Schüler unter zahlreichen Kursen am Nachmittag frei wählen können. Mit Hilfe von Namensschildern können sie sich spontan für unterschiedliche Angebote, die an einer Magnetwand ausgehängt sind, entscheiden. Über die Namensschilder können die Schüler/-innen zudem schnell erreicht werden, wenn sie z.B. von ihren Eltern abgeholt werden.  
 

Für die Teilnehmer/-innen an der Hospitation waren die Vielfalt der Angebote und die vielen unterschiedlichen Lösungen für alltägliche Herausforderungen der Ganztagsschule hilfreich, um neue Impulse für den eigenen Ganztagsschulalltag zu bekommen.